Vereinsreise

Am Samstag, 5. September, 06.45 Uhr trafen sich auf dem Schulhausplatz 14 reisefreudige Turnerinnen für die diesjährige Vereinsreise. Unsere Chauffeuse Sandra Kurth erwartete uns schon mit dem Mietbus. Das Wetter liess zu wünschen übrig. Der Himmel war wolkenverhangen und es regnete leicht. Auf der Autobahn Richtung Zürich kamen wir flott voran. Durch den Zürichwestring gelangten wir an den Zürichsee.

Im Autobahnrestaurant Glarnerland genossen wir den Kaffeehalt. Über Näfels kamen wir unserem Ziel Glarus immer näher. In den Bahnhofhalle war unser Treffpunkt mit dem Stadtführer. Nach kurzer Begrüssung, mit leiser und heiserer Stimme, marschierten wir los. Es war etwas mühsam ihn zu verstehen, da er eine durchzechte und kurze Nacht hatte. Einiges bekamen wir dennoch mit. Zum Beispiel die interessante Strassenführungen, manchmal längs, oder quer sogar Kurven. Er zeigte auch die Häuser, die beim Brand von 1861 nicht betroffen waren. Die Kirche ist auch speziell, wurde sie doch von Kath. & Reformierten gebaut. Im Inneren sieht man typisch kath. & ref. Ornamente nebeneinander. Auch das Relief der Stadt ist lehrreich, man konnte sehen wo der Brand ausgebrochen war und ganze Häuserzeilen vernichtete.

Über den Markt gelangten wir zum Bus. Weil das Wetter nicht mitspielte, diskutierten wir über den vorgesehenen Ausflug zum Klöntalersee. Nach hin und her beschlossen wir zu fahren. Schade für das Panorama, das sich hinter Wolken und Nebel versteckte. Das Picknick nahmen wir stehend und mit Schirm geschützt am See ein. Wollen wir dem See entlang wandern oder nicht?? Schlussendlich nahmen wir den Weg unter die Füsse. Turnerinnen kann man schlecht bremsen! Die Nässe konnte uns nichts anhaben, da wir teilweise im Wald wanderten. Nach ca. 2 Stunden erreichten wir das Ende vom See. In Plätz im Restaurant stärkten wir uns. Sandra konnte mit hilfsbereiten Leuten zum Bus zurück fahren und holte uns ab. Oh je, auf der sehr schmalen Strasse kam uns das Postauto entgegen. Aber unsere souveräne Chauffeuse meisterte auch diese Situation.

Wieder in Glarus gingen wir noch etwas “lädelen”. Um 16.00 Uhr konnten wir unsere Zimmer im Hotel Freihof beziehen. Nach Duschen und Frisieren gings in eine Pizzeria zum Nachtessen. Anschliessend zog es uns an die Chilbi in Ennenda, wo wir in einem Zelt etwas Stimmung machten, bevor die Schwizerörgeler einschliefen. Nach und nach machten wir uns auf den Rückweg.

Nach dem Frühstück packten wir unsere sieben Sachen und verstauten sie im Bus. Da wir etwas früh dran waren, machten wir einen Abstecher nach Elm. Wir fragten uns, wo das bekannte Martinsloch sein könnte. Nach Erkundungen harrten wir geduldig aus, bis das Loch im Felsen aus dem Nebel erschien.

Auf dem Parkplatz in Engi buckelten wir die Rucksäcke und nahmen den steilen Weg zum Stolleneingang vom Landesplattenberg unter die Füsse. Wäre das ein grandioser Ausblick über Berg und Tal, aber eben: das Wetter!

Zum Mittagessen, von Fridolin organisiert, gabs allerlei Würste vom Grill, Brot und Mineralwasser. Zum Dessert eine Glarner Spezialität “Mandel und Zwetschgebeggeli”. Um 13.00 Uhr kam unser Führer und wir begaben uns in den Stollen. Jedes wurde mit einem Helm ausgestattet und los ging’s. Es war interessant den Ausführungen und Erklärungen zuzuhören. Aus dem dort abgebauten Schiefer wurden unter anderem Schiefertafeln hergestellt. Im Jahr 1961 wurde das Bergwerk still gelegt. 1964 gründete man eine Stiftung und mit Studenten der ETH Zürich machte man den Stollen für das Publikum zugänglich. In einer grossen Kaverne werden Konzerte veranstaltet.

Gegen 17.00 Uhr machten wir uns auf den Heimweg. Danke Sandra für die Organisation und das Chauffieren.

Käthi Perret