Vereinsreise DTV nach Ossingen

13 gut gelaunte Frauen des DTV Attiswil machten sich bei Sonnenaufgang und heiterem Wetter, am Morgen des 28. August 2021 um 07.28 Uhr mit dem Zug, auf die Reise nach Ossingen, in das Heimatdorf von Susanne Hirsbrunner.

Die Bahnfahrt von Attiswil via Oensingen und Winterthur nach Ossingen war keineswegs langweilig. Trotz des Maskentragens gab es viele lustige Gespräche, die die zweistündige Bahnfahrt schnell vorbei rauschen liessen.

Am kleinen Bahnhof in Ossingen angekommen, war es leider etwas bewölkt, das machte aber der guten Laune und Vorfreude auf das, was uns wohl erwartet, keinen Abbruch.

Zu Fuss machten wir uns durch die Quartiere des beschaulichen Dorfes mit seinen «schönen»😊 Riegelhäusern in Richtung Susannes Eltern. Dort hiessen uns ein prachtvoller Blumengarten, ein leckeres Apéro mit selbstgemachten Schinkengipfeli und süffigem Weisswein von den eigenen Reben willkommen. Nach dem herzlichen Kennenlernen verabschiedeten wir uns und marschierten, warm angezogen, weiter.

Susanne zeigte uns ein paar Plätze, wie etwa den früheren Bauernbetrieb ihrer Eltern und die Schreinerei Wetter, die Alphörner herstellt. An unzähligen Brunnen und zwei Eseln, die uns mit ihren Stimmen begrüssten, ging es vorbei bis zum Dorfkern, wo zweimal im Monat ein kleiner Bauernmarkt mit vielen leckeren Lebensmitteln stattfindet. Wir verweilten dort eine gute Stunde, inklusive wärmendem Kaffeehalt in der liebevoll gestalteten Boutique und zugleich Blumenladen «Kaffeeblüte», wo es einiges zum «schnöisle und pöschtelen» gab. Nach gut einer Stunde besammelten wir uns wieder beim Dorfbrunnen und machten uns von da aus auf die Wanderung.

Susanne führte uns an Sonnenblumenfeldern vorbei in ein Waldstück zum Schloss Wyden, welches 1944 von einem amerikanischen Bomber beschädigt wurde. Trotz Privatbesitze hatten wir das Glück, den Gärtner anzutreffen, der uns freundlich einen Einblick in das gepflegte Gelände mit seinen Rosengärten und kleinen Oasen ermöglichte. Weiter wanderten wir durchs Pferdegehöf des Schlosses, durch den Wald an den Fluss Thur. Und: wenn Engel reisen, zeigt sich dann auch die Sonne und wir zogen die warmen Jacken wieder aus.

Weiter ging es an der Thur entlang und über wunderbare Rebberge bis zu einer Kapelle im kleinen Weiler Hausen, wo Susanne vor 13 Jahren geheiratet hat. Dort machten wir einen kurzen Halt mit einem Kirchenfotoshooting. 😊 Anschliessend wanderten wir durch Felder, Waldstücke und einer steilen Abkürzung, mitten durch die eigene Rebenanlage von Susannes Familie zum Bauernhof von Susannes Bruder, wo wir ein paar «Holzschittli» einpackten fürs Mittagsfeuer. Leider spielte das Wetter mit uns einen Streich, denn es kamen plötzlich dunkle Wolken auf, die schon die ersten Regentropfen brachten, so dass wir unsere Regenjacken wieder anziehen mussten.

Gut angezogen ging unser Weg weiter durch die Rebberge zum etwas hinter Wald und Schilf versteckten, ruhig gelegenen Husemersee. Bei einer grossen und gut hergerichteten Feuerstelle machten wir unseren Mittagshalt. Diesen genossen wir mit lustigen Unterhaltungen und feinem Zmittag aus den eigenen Rucksäcken. Kaum fertig gegessen, wurde unser gemütliches Beisammensein gestört von Donner und ersten Regentropfen, die uns schnell einpacken und wieder warm anziehen liessen. Bei strömendem Regen marschierten wir nun durch einen schönen Wald-Pfad um den Husemersee zurück nach Ossingen. Nach ein paar Minuten ganz nach dem Motto «aleggä, abzieh» hörte es wieder auf zu regnen, das Wetter zeigte sich von seiner abwechslungsreichen Seite.

Weiter ging die Wanderung entlang der Rebberge und einem spontanen Zwischenhalt bei Hans Wiesendanger, einem Winzer, wo wir ein feines Glas seines süffig, süssen Sunnehalder Weissweins geniessen durften. Er erzählte uns einiges von seinem Weingut. Frisch gestärkt marschierten wir runter ins Dorf zurück. Nach einer kleinen Planänderung durften wir vor der Heimreise mit dem Zug noch bei Vreni in ihrem kleinen Bäsenbeizli ein Dessert geniessen und uns etwas aufwärmen. Anstatt des 15-minütigen Fussmarsches zurück zum Ossinger Bahnhof hatten einige Frauen das Glück und wurden von einem netten Postautochauffer mitgenommen.

Unsere Wartezeit bis zur Abfahrt um 17.19 Uhr war mit einem letzten gemeinsamen Foto und der unterhaltsamen Begegnung mit Mister Coconut, der sich gerade in seinem Auto rasierte und frisch machte für seine Bandpartnerin Angelina, sehr lustig. Nach mehreren Outfitwechseln und vielen schönen Eindrücken aus dem schönen Dorf Ossingen im Zürcher Weinland, fuhren wir mit Umsteigen in Winterthur und Oensingen mit dem Zug wieder nach Attiswil.

Danke Susanne für den lustigen, schönen und spannenden Tag in deiner Heimat Ossingen.

Sonja Feller