Winter-Weekend

Alle Jahre wieder ein Highlight – das Winterweekend in Grindelwald! Lang ersehnt haben wir es und jetzt steht es vor der Tür! Fröhliche und erwartungsvolle Gesichter treffe ich am Morgen des 13. Dezember auf dem Schulhausplatz an. Erwartungsvoll sind wir alle, denn wir fragen uns: hat es im Oberland überhaupt Schnee? Denn hier fehlt er leider gänzlich. Guten Mutes starten wir 11 Winterfrauen in einem Kleinbus die Reise Richtung Berner Oberland. Lustig geht es zu und her. Es wird viel gelacht! Zum ersten Auftakt besuchen wir den Weihnachtsmarkt in Thun. Nach langem Sitzen tut es gut die Glieder zu strecken. Aber so ohne Schnee ist ein Weihnachtsmarkt halt doch nicht ganz so schön. Trotzdem vergnügen wir uns prächtig beim Durchstöbern der vielen kleinen Stände. Mit Glühwein, Glühmost und Hot Dogs speichern wir neue Energie für später.

Diese Energie brauchen wir, denn jetzt geht’s direkt nach Grindelwald ins Sportzentrum. Da es zu wenig Schnee hat können wir leider dieses Jahr nicht balancern oder skifahren gehen. Spontan muss ein Alternativprogramm her. Da kommt eine super Idee von Hugi: Curling ! Die meisten von uns kennen diese interessante Sportart nur vom Fernsehen. Da wagen wir uns im wahrsten Sinne des Wortes auf Glatteis. Die mutige Gruppe lässt sich aber gern darauf ein. Eine glatte Sache wird das! Schnell lernen wir von unserem Gruppenleiter wie wir uns (un)fallfrei auf dem Eis bewegen können. Er schaut in die Runde und warnt diejenigen, die hohe Absätze tragen, gell Claude! Wir lernen wie man den Curlingstein richtig aus der Hand gibt, damit er optimal Richtung Ziel gleitet. Die Wischer können nach der Abgabe des Steins Einfluss nehmen indem Sie mit dem Stein mitlaufen und vor ihm das Eis glattwischen. So ist der Stein schneller unterwegs. Die Wischer der Gegnergruppe können erst nach der roten Linie im Zielbereich wischen. Die schnellen „Wischer“ unter uns, gell Marianne Feller, können zeigen, was sie können. Ein guter Wischer ist Gold wert, denn wenn er seine Arbeit richtig macht, flitzt der Stein des Gegners über das Ziel hinaus und dieser erhält keine Punkte. Bald kennen wir viele Fachausdrücke wie: Sliding, In-Handle, Out-Handle, wischen und ins Haus.

Jetzt ist es Zeit für Entspannung! Die Zeit bis zum Abendessen nutzen wir in kleineren Gruppen unterschiedlich mit shoppen, saunieren, Massagen geniessen oder spazieren. Aber alle haben etwas gemeinsam: wir freuen uns enorm auf das grösste Highlight des Weekends: das Abendessen im Hotel Eiger. Zum Ausklang dieses tollen Tages verweilen wir noch etwas in der hoteleigenen Gemmibar. Den Sonntagmorgen starten wir wie alle Jahre mit einem ausgiebigen Zmorge. Gestärkt starten wir den Tag in zwei Gruppen. Die eine geniesst eine gemütliche Wanderung in Grindelwald, die andere fährt mit dem Postauto auf die grosse Scheidegg um danach mit dem Schlitten die Kurven zu kratzen. Manche von uns stellen sich als richtige Pistenraudis heraus – gäu Michèle!?!? Da sind sogar die asiatischen Touristen neidisch! Die kommen, wie Michèle feststellt, mit den scharfen Schweizer Kurven nicht so gut zurecht und landen ab und zu im Wäldli neben dem Schlittelweg. Oder liegt das etwa an unseren Überholungskünsten? Naja man weiss es nicht genau, aber an Unterhaltung fehlt es uns auf jeden Fall nicht! Am späteren Nachmittag vereinen sich alle Frauen wieder in Grindelwald und es heisst: Adiö Berge und Schnee! Auf Wiedersehen im 2015! Wir freuen uns jetzt schon wieder auf neue Abenteuer!
Sibylle Feller